Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz auf Sylt
31. Mai 2008 | 13:15 Uhr | Von Ulrike Bergmann / shz.de

Ein Toter und zwei Verletzte - das ist die Bilanz des Flugzeugabsturzes auf Sylt am Freitagabend. Weshalb die Maschine aus den Niederlanden im Süden Westerlands in ein Gebüsch stürzte, ist weiterhin unklar.


Nur etwa zwanzig Meter hinter den Häusern der Seedeich-Siedlung
stürzte die Maschine ab. Foto: Bergmann

Der Pilot des Sportflugzeuges, das am Freitagabend auf Sylt in ein Gebüsch stürzte, hat den Unfall nicht überlebt. Seine beiden Begleiter konnten verletzt aus dem Flugzeugwrack geborgen werden.

Die Maschine aus den Niederlanden befand sich im Landeanflug auf Westerland, als sie gegen 18.30 Uhr am Freitag im Süden der Stadt zwischen Deich, dem Parkplatz eines Tennisclubs und der Wohnsiedlung "Am Seedeich" abstürzte. Gegen 19 Uhr landete der Rettungshubschrauber an der abgesperrten Unfallstelle. Nach Augenzeugenberichten sei die Maschine schwankend von der eigentlichen Route zum Inselflughafen abgewichen, bevor sie in ein Gebüsch stürzte. Einer der Passagiere konnte sich nach dem Absturz aus dem Wrack retten, der Pilot und der zweite Fluggast wurden in den Trümmern eingeklemmt. Warum das Flugezug vom Typ "Beachcraft" vom Himmel sackte, ist weiterhin unklar.

Quelle: SHZ

Polizeibericht:

Husum (ots) - Das Sportflugzeug, Typ Beachcraft, befand sich am 30.05.2008, gg. 19.21 Uhr,offensichtlich im Landeanflug auf den
Flughafen von Westerland und stürzte aus bisher ungeklärter Ursache auf einen Fußweg im Süden von Westerland. Die Maschine war in Beek /Holland gestartet und mit 3 Personen besetzt. Ein Fluggast ( 1. Passagier) konnte sich unmittelbar nach dem Absturz
selbständig aus der Maschine befreien und wurde in die Asklepios Nordseeklinik Westerland eingeliefert. Der Pilot und ein weiterer
Fluggast (2. Passagier) wurden in der Maschine eingeklemmt. Der Fluggast konnte geborgen werden und wurde schwerverletzt in die Diako Flensburg ausgeflogen. Der Pilot verstarb während der Bergungsarbeiten an der Unfallstelle.

Am Einsatz beteiligt waren:
- Polizeikräfte mit einer Stärke 1:10 zusätzlich 3 Kräfte Kripo
- 3 Wehren mit ca. 60 Leuten
- DRK mit einer Stärke 1:10
- 2 Rettungshubschrauber
- die BFU